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Figuren

Narrenzunft Furtwangen e.V.

Furtwangener SpättleDie Hauptfigur, der Spättlebue, wird in einem Aufsatz von Primus Dorer aus dem Jahr 1875 über die alte Furtwanger Fastnacht im Detail beschrieben: "Er trägt einen gewöhnlichen abgetragenen Anzug mit Hunderten von Spättle, ganz verschieden nach Farben und Größen übernäht, Holzmaske mit Fuchswedel und Halstuch und Pferdeschellen umgehängt". Als "Spättle" bezeichnet man in Furtwangen kleine Stoffreste oder Flicken. Das Spättle-Kostüm gibt es heute in zwei Variationen, aus Filz oder aus Stoff, wobei die Stoffspättle an jenes Häs angelehnt sind, das sich bereits für das frühe 19. Jahrhundert sicher nachweisen läßt. Für das Traditionshäs werden alte Stoffe in gedämpften Farben verwendet. Man schneidet die Spättle von Hand aus und umhäkelt sie mit Perlgarn. Die Holzlarven zeigen derbe Bauerngesichter, sind schwach farblich getönt und lasiert. Die Spättlebuebe tragen weiter einen Schellenriemen mit sieben Glocken und schwingen in der Hand eine Saubloder an einem Peitschenstiel. Traditionell gehört eine weiße Halskrause zum historischen Spättlehansel.

Als "Spättle" bezeichnet man in Furtwangen kleine Stoffreste oder Flicken. Die "Spättle" werden von Hand mit Perlgarn umhäkelt. Die Farben des Traditionshäs sind meist gedeckt. Diese Spättle werden auf einen gewöhnlichen Anzug, meist eine Art Arbeitsanzug, der Farbe nach aufgenäht. Das Spättlehäs gibt es derzeit in zwei Variationen, aus Filz oder aus Stoff. Die Holzlarven zeigen derbe aber freundlich dreinblickende Bauerngesichter. Furtwangener HanseleDie Larve ist farblich schwach getönt und lasiert, oben ist ein Fuchsschwanz angebracht. Die ehemaligen Pferdeschellen, welche manches sich umgelegt hat, bestehen heute aus einem Schellenriemen mit sieben Glocken. An einem Peitschenstiel schwingt das Spättle eine Saubloder. Traditionell gehören weiße Handschuhe und eine weiße Halskrause zum historischen Spättlehansel.

Seit 1996 bereichert das Hansele, ein Weißnarr, das Bild der Furtwanger Fasnet. Die Gestalt ist für das Jahr 1880 erstmals schriftlich bezeugt, war aber im Zuge der Karnevalisierung lange Zeit in Vergessenheit geraten. Zum Hansele gehört ein bemaltes Häs, unter anderem mit Sonnenmotiven. Die Holzmaske besitzt freundlich-schlaue Züge, an ihr hängen fünf Fuchsschwänze herab. Komplett ist das Häs mit schwarzen Handschuhe und schwarzen Stiefeln. Immer bei sich trägt das Haseli seine Geißel.

Furtwangener HexeEine weitere Figur der Furtwanger Fasnet ist die Hexe. Im 19. Jahrhundert war es in der Uhrenstadt Brauch, daß sich die Buben vom Baschetag an, dem Sebastianstag am 20. Januar, als Hexen verkleiden durften. Mitte der 1950er Jahre entstand aus dieser Tradition die Furtwanger Hexe. Zum Häs gehören Strohschuhe, Ringelsocken, Unterhose, spitzenbesetzter weißer Unterrock, roter Überrock, grüne Schürze, eine blauschwarze Bluse und das schwarz-rot-karierte Kopftuch. Die Holzlarve ist rechts und links von Flachszöpfen eingerahmt. Als Hexenattribut wird ein Reisigbesen mitgeführt.

Als Einzlefigur taucht der Bodenwälder in der Furtwanger Fasnet auf, eine Sagengestalt, die in dem Waldstück "Bodenwald" Beeren und Holz suchenden Fauen und Kindern auflauert Furtwangener Bodenwälderund sie in die Irre leiten soll. Der seit den 1950er Jahren in die Fasnet aufgenommene Bodenwälder ist über und über mit Baumflechten behängt. Die Holzlarve ist grob geschnitzt und zeigt ein bärtiges Gesicht. Ein alter Filzhut, geschmückt mit Federn und Vogelkopf, dient als Kopfbedeckung. Weiter hält der Bodenwälder in der linken Hand einen Baumstamm mit Wurzeln und in der rechten tote Vögel.

Weitere Figuren der Furtwanger Fasnet sind die Fuhrkigili mit ihren Peitschen. Sie erinnern an die Fuhrmannstradition mit ihren originellen Gestalten. Die Alten Jungfere und die Gilde der Narrenbaumsetzter runden das Bild der großen Zunft ab.

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