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Figuren

Narrenzunft Hornberg e.V.

An der Fasnacht 1951 wurden die ersten drei Masken der Bevölkerung vorgestellt.

Ein Dämon liegt im Ausdruck des Hornberger Horn. Die Maske ist nach alter Tradition mit den Farben der Heraldik bemalt. Ihre Hörner beziehen sich auf das Stadtwappen von Hornberg – "den zwei gebogenen Hörnern".

Das Häs (Narrenkleid) ist in schwarz gehalten. Die rote Rüsche trennt das Kostüm von der mit einem roten Kopftuch versehene Holzmaske. Die Rüschen wiederholen sich in kleinerer Form in den Armbeugen, Hüften und Knieen. Unter den Rüschen treten lange rote Stoffzipfel/Flammenzungen hervor. Kleine Narrenglöckchen zieren die Zipfelspitzen. Rote oder schwarze Handschuhe sowie schwarze Schuhe runden das Kostüm ab. Ein Lederriemen mit großen Kuhglocken überspannt den Maskenträger. Ein weiteres Merkmal ist die von allen Hörnern getragene Gabel, dem sog. Dreizack oder Trischal.

Im Jahre 1955 ließ die Stadt Hornberg durch den Bildhauer Knittel aus Freiburg einen Stadtbrunnen errichten, der die Bürger und Gäste an die Begebenheit des Hornberger Schießens erinnern soll. Er stellt auf einem Sockel einen Landsknecht dar, zu dessen Füßen im Entwurf eine leere Pulverkiste vorgesehen war. Auf Vorschlag des damaligen Stadtbaueisters Wolfgang Neuß, damals auch Zunftmeister, wurde der Pulverkiste ein Narr hinzugefügt, der den Landsknecht wegen seines verschossenen Pulvers auslacht. Aus diesem Narr entstand im Winter 1956/57 der erste Brunnenhansel. Die Maske wurde von dem Hornberger Schnitzer Walter Kühn geschnitzt und das Häs von seiner Frau genäht.

Dieses Narrenhäs wird vorwiegend von Kindern und Frauen getragen, obwohl der Brunnenhansel, der Narr, eine männliche Figur darstellt. Der Narr ist ein Symbol des Tarot, der Schlüssel des Spieles, welcher uns hilft, über die Welt nachzudenken. Als Spaßmacher und komische Figur, auch als törichter Mensch, ist es ihm gestattet, spöttisch auf Fehler hinzuweisen.
   
Die Maske trägt die zweizipflige Narrenkappe. Die Farben der Stoffe sind vielfältig. Ein mit langen Zipfeln und einer Halskrause versehenes, buntes Cape überdeckt das grundfarbene Oberteil. Um die Hüfte spannt sich ein mit langen Zipfeln bestücktes Gürtelband. Die Unterarme stecken in Stulpen. Alle Stoffzipfel des Narrengewandes sind mit kleinen Narrenglöckchen versehen. Ein mit langen bunten Bändern verzierter Narrenstab ist das Attribut des Brunnenhansels.

Mancher abendliche Spaziergänger, der vom Reichenbachtal zurück in die Stadt Hornberg geht, schaut sich ängstlich an der Hofbrücke um, ob ihm vielleicht ein Gespenst nachfolgt. Nach der Sage versteckt sich nämlich der "Hofschlurfe" unter der Brücke beim Hofbauern. Er ist des Hofbauern ehemaliger, seiner bösen Streiche wegen, verwunschener Knecht. Dieser wartet nur darauf, einem Passanten einen groben Streich spielen zu können. Das koboldartige Gespenst hat seinen Namen wegen der eigenartigen, furchtbaren, schlurfenden Gangart erhalten. Der ehemalige Zunftmeister Fritz Schweizer und Heimatschriftsteller Erwin Leisinger hatten den Einfall, den Hofschlurfe als Hornberger Fastnachtsgestalt durch die Straßen ziehen zu lassen.

Der Hofschlurfe gehört zu der Gruppe der Schalknarren. Er ist wie ein Bauernknecht, mit blauem Fuhrmannskittel, dunkler Hose, farbigen Strümpfen und schwarzen Schnürrstiefeln gekleidet. Die Holzmaske ist mit struppigen Hanfhaar umsäumt. Den Kopf ziert eine schwarze Zipfelmütze. Ein rotes, weißbedrucktes Dreiecktuch umschließt seinen Hals. Ein Rucksack auf dem Rücken und ein mächtiger Stock in der Hand lassen klar den dienenden Knecht erkennen.

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