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Über die Zunft

Narrenzunft Krakeelia Waldkirch e.V.

Die Ursprünge der Waldkircher Fasnet lassen sich bis ins frühe 18. Jahrhundert zurückverfolgen. So ist aus einem Gerichtsprotokoll zu erfahren, daß 1705 Holzlarven getragen wurden, ebenso ist der Narrenlauf um jene Zeit bezeugt. Nach Überlieferung alter Waldkircher sollen als Fasnetstypen der Schuddig, der Hanswurst, der Bajass und der Hemdglunker heimisch gewesen sein, von welchen sich in seiner Ursprungsgestalt bis heute der Hemdglunker erhalten hat. Die Herkunft des "Bajass" hat seinen Weg über Italien und Tirol nach Waldkirch gefunden.

In der 1865 gegründeten Narrenzunft „Krakeelia" wurde der Bajass 1933 wieder eingeführt, damals noch unter der fälschlichen Bezeichnung "Naudiak". 1952 erhielt er sein neues Häs in den Stadtfarben blau-gelb geschnittenen Filzrauten. Den Kopf bedeckt eine Hörnerkappe, die wie die Säume des Häs mit Schellen besetzt ist. Die Fußbekleidung besteht aus Schnabelschuhen. Requisiten sind eine Pritsche sowie die "Kläpperle", eine Besonderheit der Waldkircher Fasnet in Form zweier flacher Holzbrettchen, die mittels Daumenballen und Mittelfinger im Takt aneinander geschlagen werden. Da der Waldkircher Hausberg, der 1243 m hohe Kandel, schon seit dem Spätmittelalter als Treffpunkt der Hexen galt, bot sich die Einbeziehung von Hexen ins fasnachtliche Brauchtum geradezu an.

Der Künstler Hans Hoch entwarf 1974 eine Hexenlarve mit Hakennase, hämisch grinsendem Mund, vorstehenden Zähnen und eigenwilligem Kinn, die von dem Elzacher Bildhauer Wernet überzeugend zum Ausdruck gebracht wurde. Ein drapiertes Kopftuch sowie flachsfarbene Zöpfe gehören ebenso zur Ausstattung wie Rock und Mieder aus gemustertem Zeuglestoff. Rote Schürze, lange weiße Unterhosen und Strohschuhe geben zusammen mit einem Besen oder einer Ofengabel der Kandelhexe ihr vollständiges Gepräge. Die vierte, erst nach dem Krieg entstandene Fasnetfigur ist die Alte Jungfer, die mit ihren aufwendigen, für jede Figur wieder anders gestalteten Kleidern eine wesentliche Bereicherung des bunten Waldkircher Fasnetsbildes darstellt.

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